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Kaninchen Traechtigkeit

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Vielen Dank!

 

Trächtigkeit beim Kaninchen


Zunächst einmal möchte ich kurz auf ein paar Verhaltensmerkmale von trächtigen Kaninchen eingehen.

Eine Kaninchen Dame kann über das ganze Jahr hinweg trächtig werden. Auch ist es möglich, dass ein Kaninchen schon während einer Trächtigkeit noch einmal gedeckt werden kann. Somit kann es passieren, dass der zweite Wurf z.B. 2 oder 3 Wochen nach dem ersten Wurf auf die Welt kommt und somit junge Kaninchenbabies unterschiedlichen Alters im Nest liegen.

Einer der ersten Anzeichen ist, dass die Häsin "zickig" wird. Falls noch ein weiteres oder auch mehr Kaninchen mit im gleichen Käfig wohnt/en, wird man merken, dass sie sich Diesem/n gegenüber allmählich nicht mehr sehr lieb verhält, den Partner öfter mal durch den Käfig scheucht oder zwickt. Auch dem Menschen gegenüber können die trächtigen Häsinnen boshaft werden, was aber nicht so gemeint ist. Ein weiteres Merkmal ist das Herumschieben und Buddeln der Käfigeinstreu. Besonders feinfühlige Kaninchenbesitzer können die Babies bereits nach 10 Tagen Trächtigkeit im Bauch erfühlen. Da sich viele allerdings nicht sicher sein werden, gibt es noch ein weiteres Erkennungsmerkmal bei den Zitzen, die langsam anschwellen sollten. Nach ca. 14 Tagen dürfte man der Kaninchen Häsin auch langsam ansehen, dass sie dicker geworden ist. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann es allerdings auch schon geschehen, dass sie mit Ihrem Nestbau anfängt und für diesen vielleicht auch schon etwas Fell aus ihrer Bauch und Halsgegend ausrupft (manche fangen damit allerdings auch erst kurz vor der Geburt an).

In nahezu jeder Fachliteratur steht eine Regel-Trächtigkeitsdauer von 31 Tagen geschrieben. Das ist soweit korrekt und trifft in den meisten Fällen zu. Man sollte allerdings nicht nur von dem Tag, an dem die Häsin gedeckt wurde ausgehen, sondern auch von der Uhrzeit. Deckt man die Häsin im Laufe des Vormittags, dann sollte es i.d.R. so sein, dass man einfach 31 Tage drauf rechnet und der Wurf in den frühen Morgenstunden auf die Welt kommt. Deckt man die Häsin allerdings am Nachmittag/Abend, dann muss man davon ausgehen, dass die Häsin in der Nacht Ihren Kaninchen-Nachwuchs auf die Welt bringt und es somit laut Tagesberechnung auch der 32. Tag sein kann. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber aus meinen Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren machen durfte, ist dies so geschehen.

Nun kann es auch mal sein, dass sich die Trächtigkeitsdauer der Kaninchen um 1-2 Tage nach vorne oder hinten verschiebt. Sollte der Wurf vorher als berechnet kommen, ist das nicht weiter schlimm (außer es wären wirkliche Frühgeburten, die ich selbst allerdings noch nicht erlebt habe) und es wurden einem schon mal die Sorgen genommen die man bei gegenteiliger Situation wohl haben kann.

Falls sich die Trächtigkeitsdauer über die 31 Tage hinwegzieht, gibt es aus meinen Erfahrungen 3 Möglichkeiten. Zwei davon sind nicht Besorgnis erregend, die Dritte allerdings schon (diese tritt allerdings selten auf).

 

Fall 1:

Immer wieder kann es vorkommen, dass auch eine Häsin eine Scheinschwangerschaft hat. Vor allem wenn man sich nicht so damit auskennt, und einfach nur die Trächtigkeitssymptome, wie das zickige Verhalten, das Dicker werden, die angeschwollenen Zitzen und vor allem das Wühlen im Käfig und somit auch den Nestbau registriert. Man ist fester Überzeugung, dass das Kaninchen Weibchen trächtig sein müsste und wenn die 31 Tage überschritten sind, wartet man und wartet und es tut sich nichts. In diesem Fall wäre es angebracht eine erfahrene Person zu holen, die den Bauch abtastet und feststellt, ob sich überhaupt Junge in der Gebärmutter befinden. In der Regel ist das der Tierarzt, der zur Not auch noch einen Ultraschall oder eine Röntgenaufnahme machen kann, um ganz sicher zu gehen.

Fall 2:

Bei den Kaninchen ist die Dauer der Trächtigkeit auch von der Größe des Wurfes abhängig. D.h. bei einem großen Wurf kann es schon mal passieren, dass die Dauer etwas kürzer als 31 Tage ist. Im Gegensatz dazu verlängert sich die Trächtigkeit bei einem vergleichsweise kleinen Wurf.

Fall 3:

Ausgehend vom zweiten Fall, bei der die Dauer von 31 Tagen bei einem kleinen Wurf auch gut überschritten werden kann, ist hier Vorsicht geboten! Handelt es sich nur um ein einziges Jungtier (was nur beim Tierarzt festgestellt werden kann), besteht die Gefahr, dass sich das eine Baby so gut entwickelt, dass es zu groß für die Geburt ist. Hier besteht Gefahr sowohl für das Baby als auch die austragende Häsin. Die Kaninchen Mami schafft es nicht das Junge auf die Welt zu bringen. Im folgenden würde das Jungtier im Bauch absterben. An dieser Stelle muss das tote Tier sofort beim Tierarzt entfernt werden. Andernfalls verbreiten sich die Laichengifte des toten Kaninchens im Körper der Häsin und gefährdet somit auch das Leben Dieser. Um die Situation erst gar nicht soweit kommen zu lassen, ist auf jeden Fall ein Besuch beim Tierarzt sehr ratsam. Außerdem sollte man seine Kaninchen Dame sehr gut beobachten, um herauszufinden, ob es Ihr gut geht. Beobachtungspunkte wären da, die Aktivität des Kaninchens, die Fresslust, das Absetzen von Kot und einfache Verhaltensänderungen des Kaninchens.

 

Nestbau:

Gehen wir mal von einer problemlosen Standard Trächtigkeit aus, so wird die Häsin einige Tage vor der Geburt mit dem Nestbau beginnen. Wieviele Tage vorher das Kaninchen Dieses baut, variiert meines Wissens auch sehr stark. Wenn das Kaninchen Weibchen bereits schon mal Jungtiere auf die Welt gebracht hat, kann man davon ausgehen, dass sich die Tage des Nestbaus vor der Geburt mit dem der letzten Geburt gleicht. Dies hängt also von der Häsin ab. Viele fangen schon zwei Wochen vor der Geburt mit dem Nestbau an. D.h. dass das trächtige Kaninchen schon mal alles was es für den Nestbau brauchen kann in eine bestimmte Ecke schiebt bzw. das Stroh im Käfig mit dem Mund einsammelt und ins zukünftige Eck bringt. Hier wird dann auch gleich schon mal eine Mulde geformt. Bei Wurfkästen muss die Häsin alles mit dem Mund aufsammeln und in die Kiste bringen. Manche rupfen sich zu dieser Zeit auch schon einen Teil Ihres Fells aus, dass zur zusätzlichen Wärme im Nest verbaut wird (das Ausrupfen hat allerdings auch noch einen anderen Grund, den ich am Ende noch kurz erwähnen möchte). Wie gesagt, kann dies schon 14 Tage vorher geschehen. Manche nehmen es mit der Pünktlichkeit aber auch nicht so ernst und fangen kurz vor der Geburt mit Ihrem Nestbau an. Kurz bevor es soweit ist, rupfen sie auf jeden Fall ziemlich viel Fell von Ihrem Bauch und der ganze Käfig ist mit einem Hauch von Fell bedeckt. Der zweite Grund des Fellausrupfens ist jener, dass die Zitzen vom Fell befreit werden, damit die Jungtiere besser hinfinden. Dies habe ich allerdings auch schon in den verschiedensten Varianten gesehen. Bei manchen war der Bauch noch fast unberührt wohingegen bei anderen Häsinnen der Bauch komplett nackt, also ausgerupft war.

Man sieht also, dass man sich bei den Kaninchen und der Trächtigkeit nicht auf eine Theorie stützen kann. Jedes Kaninchen ist anders und wenn man sein Kaninchen kennt, wird in der Regel auch alles gut gehen. Abschließend möchte ich noch sagen, dass die Trächtigkeitsmerkmale wie erwähnt abweichen können, dies aber nicht die Regel ist.